Orchesterverein Bremgarten

Gründung und frühe Jahre

Der Orchesterverein Bremgarten wurde 1919 gegründet durch den Entschluss einiger Mitglieder des damaligen Kirchenorchesters, sich für das Interesse an weltlicher Musik zu einem Verein zusammenzuschliessen. Nebst der Darbietung von einigen Konzerten mit Werken der Klassik und der leichten Unterhaltungsmusik konzentrierte man sich bald auf die Operettenmusik. Zusammen mit den Chören von Bremgarten und talentierten Solisten wurden in den folgenden Jahren zahlreiche Operetten einstudiert, deren Aufführungen stark beachtet waren und ein grosses Publikum anzogen.

Trennung vom Operettenbetrieb

Im Jahre 1977 trennten sich die Wege zweier Hälften des Vereins, indem einerseits der Verein Operettenbühne Bremgarten entstand und sich andererseits der verbleibende Orchesterverein Bremgarten seither gemäss einem Beschluss der Generalversammlung fast ausschliesslich der klassischen Musik widmet.

Das Spektrum der in den Konzerten dargebotenen Kompositionen reicht vom Barock bis zur gemässigten Moderne, wobei in den letzten Jahren sogar mehrere
Der Orchesterverein Bremgarten integriert zeitgenössische Werke in viele seiner Programme. Regelmässig spielt er auch Uraufführungen, seien dies Auftragswerke des Orchestervereins, von Gönnern in Auftrag gegebene Kompositionen oder auch Werke, die uns Komponisten zur Verfügung stellen.
  • Robert Walker (*1956): Capriccio für Solo-Fagott und Orchester (2016)
  • Markus Flückiger (*1969): Mythenwald für 2 Jodlerinnen, Violine und Orchester (2015)
  • Mats Eser (*1964): Divertimento für Marimbaphon und Orchester (1999)
  • Heinrich Schweizer (*1943): Sinfonietta "Die Pentatonische" (1996)
  • Paul Huber (1918 - 2001): Intrada Helvetica, Auftragswerk zum 75-Jahr Jubliläum des OVB (1994)
  • Heinz Marti (*1934): Konzert für Orgel, Streichorchester, Trompete, Pauke und Schlagzeug (1982)
Uraufführungen von Werken von Schweizer Komponisten
stattfanden. Werke mit reiner Streicherbesetzung wechseln sich ab mit Kompositionen, die eine symphonische Besetzung mit mehr oder weniger Bläsern benötigen. Gelegentlich gelangen auch kammermusikalische Werke zur Aufführung.

Zu den Höhepunkten zählen die Konzerte, die zusammen mit befreundeten Chören durchgeführt werden önnen und meist kirchliche Musik auf dem Programm haben.

Seit 1980 leitet unser Dirigent Hans Zumstein das Orchester. Mit viel Geduld und seriöser Probenarbeit hat er in dieser langen Zeit das Orchester zu einem soliden Klangkörper gefestigt.

Weiterführende Informationen

Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte des Orchestervereins, verfasst von unserem verstorbenen Ehrenmitglied Dr. Hans Weissenbach, findet sich in den Bremgarter Neujahrsblättern von Hans Weissenbach:
"Aus der Geschichte der Bremgarter Operetten-Aufführungen 1926 - 1974",
Bremgarter Neujahrsblätter 1975, S. 27 - 83,
Herausgeber: Schodoler Gesellschaft, Bremgarten
1975
und Hans Weissenbach:
"75 Jahre Orchesterverein Bremgarten 1919 - 1994",
Bremgarter Neujahrsblätter 1994, S. 6 - 57,
Herausgeber: Schodoler Gesellschaft, Bremgarten
1994.
Die kurzweiligen und originellen Darstellungen unserer Vergangenheit empfehlen wir sehr zur Lektüre.