Orchesterverein Bremgarten

Samstag, 27. März 2010, 20.00 Uhr 

Aula Unterboden, Nussbaumen


Solistin: Marija Bokor

Marija Bokor wurde am 15. September 1992 in St. Gallen in einer serbischen Musikerfamilie geboren. Mit sechs Jahren erhielt sie hren ersten Klavierunterricht in der Tradition der sowjetischen Schule. Mit vierzehn Jahren entschied sie sich für die Laufbahn als professionelle Pianistin. Wettbewerbssiege bei schweizerischen, österreichischen und liechtensteinischen Musikwettbewerben brachten erste Engagements zu Solo-Rezitalen und Auftritten mit Orchestern. In der Folge besuchte Marija Bokor in Feldkirch das Musikkonservatoium, ferner wurde sie als einzige Schülerin in der Privatklasse bei Oliver Schnyder aufgenommen und perfektionierte sich an Meisterkursen von Prof. Arbo Valdma und Homero Francesch. 2008 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen «Vittoria Caffe Righetti» Wettbewerb (Italien) und 2009 ebenfalls den 1. Preis beim Internationalen «Davorin Jenko» Wettbewerb in der serbischen Hauptstadt Belgrad. In dieser Saison wird sie unter anderem mit dem Cukurova State Symphony Orchestra und dem Kärtner Sinfonieorchester Klagenfurt zu hören sein.
Marija Bokor, Klavier

 
Leitung:Hans Zumstein


Ludwig van Beethoven
1770-1827
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr.1

Beethoven schrieb sein erstes sinfonisches Konzert im Jahr 1799, obwohl er offensichtlich schon in früheren Jahren Skizzen zu einem Sinfonieprojekt angefertigt hatte. Er schien mit der Realisation so lange zu warten, bis er sich seiner gestalterischen Möglichkeiten absolut sicher war. Seine insgesamt 9 Sinfonien gaben denn auch den Standard vor, an dem sich die nachfolgenden Komponisten massen. Robert Schumann formulierte diese Vorbildwirkung so: «Wenn der Deutsche von Sinfonien spricht, so spricht er von Beethoven.» Obwohl Beethoven bei der Komposition dieser ersten Sinfonie die Vorbilder von Haydn und Mozart vor Augen hatte, steht sein untrüglicher Charakter klar im Vordergrund. Die Uraufführung fand am 2. April 1800 im Wiener Hofburgtheater statt. Das damalige Orchester soll laut Überlieferung miserabel gespielt haben, was aber dem Erfolg keinen Abbruch tat: Die Sinfonie wurde als originelles und gelungenes Werk gefeiert. Bemerkenswert ist, dass Beethovens Sinfonien aufgrund des ethischen Anspruchs später als «Reden an die Menschheit» bezeichnet wurden.
Sinfonie Nr. 1, C-Dur, op. 21

   Adagio molto - Allegro con brio
   Andante cantabile con moto
   Menuetto: Allegro molto e vivace
   Adagio - Allegro molto e vivace
   
 
Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr.1

Das Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur ist, obwohl es als solches bezeichne wurde, nicht Beethovens erstes Klavierkonzert. Ihm voraus gingen zwe weitere Klavierkonzerte: eines verfasste Beethoven als 14-Jähriger un das nachfolgende wurde später als Klavierkonzert Nr. 2 publiziert. Der Komponist schuf dieses Werk für sich selber, da er darin sein Können als Klaviervirtuose sozusagen massgeschneidert zum Ausdruck bringen konnte. Er schrieb denn auch seinem Freund Franz Wegeler: «Für mich gibt es kein grösseres Vergnügen, als meine Kunst zu treiben und zu zeigen.» Einer Anekdote zufolge stellte er vor einer Aufführung fest, dass der Flügel um einen Halbton zu tief gestimmt war. Da die Zeit nicht mehr reichte, um das Instrument umzustimmen, spielte er das Werk ? es handelte sich um das Klavierkonzert Nr. 1 ? kurzerhand in Cis-Dur. Dieses Konzert für Klavier und Orchester wurde ebenfalls am 2. April 1800 im Hofburgtheater aufgeführt. Fest steht, dass es Beethovens Erfolg als junger Komponist und Spitzenvirtuose massgeblich festigte.
Klavierkonzert Nr. 1, C-Dur, op. 15

   Allegro con brio
   Largo
   Rondo: Allegro scherzando