Orchesterverein Bremgarten

Sonntag, 20. Juni 2010, 11.00 Uhr 

Klösterli Bremgarten


Solist: Markus Flückiger

Markus Flückiger wuchs in Brittnau (AG) auf und begann als 6-Jähriger mit dem Spiel auf dem Schwyzerörgeli. Noch während der Schulzeit machte er viele Erfahrungen als Tanzmusiker in diversen Formationen. Nach der Lehre als kaufmännischer Angestellter begann eine intensive und kritische Auseinandersetzung mit der Schweizer Volksmusik, die bis heute anhält. Mit Formationen wie pareglish oder Hujässler ging er innerhalb der Szene neue Wege und mischte diese gewaltig auf. Nebst vielen anderen war er in den letzten Jahren mit folgenden Formationen unterwegs: Max Lässer's Überlandorchester (Alpine Musik aus der Schweiz, Co- Leiter); Hujässler (Hight-Tech-Ländler); Rampass (Urmusig aus der Innerschwyz); Hanneli-Musig (Alte Schweizer Tanzmusik aus dem 19. Jahrhundert); Christine Lauterburg & Aërope (Pop-Jodel); Anton Bruhin (Maultrommel-Musik). Nebst der regen Tätigkeit auf der Live-Bühne hat Markus Flückiger einen Lehrauftrag an der Hochschule Musik Luzern sowie an einer regionalen Musikschule.
Markus Flückiger, Schwyzerörgeli

 
Leitung:Hans Zumstein


Benjamin Britten
1913 - 1976
Benjamin Britten
Soirées musicales op.9

Benjamin Britten schrieb das Opus 9 als 23- Jähriger für den Dokumentarfi lm «Men of the Alps». Nachdem die Filmarbeiten abgeschlossen waren, arbeitete er die Partitur in eine reine Orchesterfassung um und gab ihr den Titel «Soirées musicales». Das Werk basiert auf einer fünfsätzigen Suite für Kammerorchester und Gesangsstimmen über Motive aus Klavierstücken von G. Rossini. Im Jahre 1938 diente diese Orchestersuite als Ballettmusik zur Choreographie von Antony Tudor und wurde im Londoner Palladium aufgeführt.
Soirées Musicales, op. 9

   March
   Canzonetta
   Tirolese
   Bolero
   Tarantella
   
 
Gaetano Donizetti
1797 - 1848
Gaetano Donizetti
Sinfonia für Bläser

Donizetti war in den bedeutenden Städten Europas als Opernkomponist bekannt und geschätzt. Dass er aber auch in anderen Musikgattungen bestens bewandert war, wurde kaum wahrgenommen. Dieses Stück, das ausschliesslich für neun Blasinstrumente geschrieben wurde, entstand während seiner Studienzeit in Bologna. Das eingängige und ansprechende Werk darf hier als Kostprobe der musikalischen Vielseitigkeit dieses Musikers genossen werden.
Sinfonia für Bläser g-Moll

   
 
Rolf Liebermann
1910 - 1999
Rolf Liebermann
Suite über sechs schweizerische Volkslieder

Die Suite entstand im Jahr 1944 und war Ausdruck des wachsenden Nationalbewusstseins in einer politisch unsicheren Zeit. Der Schweizer Komponist variierte die wohlbekannten Volkslieder und stellte sie so in einem neuen Licht dar. Damit trug er dazu bei, dass überlieferte Melodien als wertvolles Kulturgut bestehen blieben und eine reizvolle Anbindung an den Zeitgeist erhielten. Die Suite wurde 1949 in der Carnegie-Hall in New York uraufgeführt und erhielt grosse Beachtung.
Suite über sechs Schweizerische Volkslieder

   Es isch kei sölige Stamme
   Im Aargäu sind zwei Liebi
   Schönster Abestärn
   Durs Oberland uf und durs Oberland ab
   S'isch äben e Mönsch uf Ärde.
   Üsen Ätti
   
 
Heinz Marti
* 1935
Heinz Marti
Muotathaler Nachtmusik

Dieses aussergewöhnliche Werk stellt eine nicht alltägliche Verknüpfung zwischen dem volkstümlichen Schwyzerörgeli und dem Streichorchester her. Der Komponist und Orchestermusiker schrieb es im Jahr 1998 für das Zürcher Kammerorchester im Rahmen eines Kompositionsauftrages der Stadt Zürich. Für Ländler-Muffel wie für Liebhaber ist dies ein Werk mit inspirierenden Zwischentönen, das die Schweizer Volksmusik neu auflegt.
Muothataler Nachtmusik für Schwyzerörgeli und Streichorchester

   Tagesweihe und Betruf
   Ländler
   Intermezzo
   Mazurka
   Kehraus und Nachhall
   
 
Wolfgang Schröder
* 1943
Wolfgang Schröder
Eine kleine Lachmusik

Die «Kleine Lachmusik» ist eine musikalische Parodie zu Mozarts «Kleine Nachtmusik». Die Idee zu dieser Komposition wurde während einigen übermütigen Streichquartettproben während des Schulmusikstudiums geboren. In die bekannten vier Sätze des Originalwerks fügte der Komponist zwanzig bekannte, stilfremde Musikstücke ein. So zum Beispiel Smetanas «Die Moldau», der «Radetzky-Marsch» von Strauss oder das Volkslied «Ein Männlein steht im Walde». Vielleicht gelingt es dem Publikum, alle weiteren eingeflochtenen Musikfragmente zu identifizieren? Die erste Aufführung fand im Jahr 1965 vor Professoren und Studierenden der Kölner Musikschule statt und fand auf Anhieb Gefallen.
Eine kleine Lachmusik

   Allegro
   Romanze. Andante
   Menuett. Allegretto
   Finale. Allegro