Die Werke
Karl Jenkins (* 1944)
Sir Karl William Pamp Jenkins, ein walisi-
scher Keyboarder, Oboist, Saxophonist und
Komponist, wurde zunächst durch seine Mitgliedschaft in den Gruppen «Soft Machine»
und « Adiemus» bekannt. Mit «Adiemus» war
Karl Jenkins sowohl im Klassik- wie auch
im Pop-Bereich sehr erfolgreich. Er zählt
weltweit zu den produktivsten und meist aufgeführten Komponisten im Bereich Klassik-
Crossover. In den 1980/1990er Jahren verfasste er überwiegend Werbemusik, wie die
berühmte Streichersuite Palladio.
aus: Palladio
Allegretto • Largo
Jenkins schrieb zu seinem Werk, dass es
vom bedeutendsten Architekten der
Renaissance, Andrea Palladio, inspiriert sei.
Musik aus dem Allegretto verwendete
Jenkins für einen Fernsehwerbespot von
De Beers für Diamanten.
Igor Shamo (1925 - 1982)
Igor Shamo war einer der populärsten modernen ukrainischen Komponisten. Er studierte
Komposition am Kiewer Konservatorium bei
Borys Ljatoschynskyj. J.S. Bach, Schumann,
Mussorgsky und Rachmaninow beeinflussten
Shamos musikalische Entwicklung. Seine
Werke erfreuen sich grosser Beliebtheit in
Konzerten, in der Musikpädagogik, sowie in
Radio- und TV-Programmen.
aus dem Konzert für Akkordeon und Streichorchester
Aria • Fuga
Die Aria führt uns mit ihrem strophenartigen Aufbau und einer schwärmerischen
Kantilene, ihrer starken Ausdruckskraft
und Energie nahe an die Klangwelt der Musik
Piazzollas heran.
Die Fuge zeigt mit ihrer scharfen Kontrapunktik und ihren teils chromatischen Elementen
eine Verbindung der barocken Stilidee mit der
Moderne. Die strenge motivische Verarbeitung liegt dabei ganz beim Soloinstrument.
Arthur Honegger (1892 - 1955)
Der Schweizer Komponist Arthur Honegger
war Teil einer Gruppe von Komponisten,
der «Les Six», die für ihre avantgardistische
Musik bekannt waren. Arthur Honegger
gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der
französischen Musik des 20. Jahrhunderts –
obwohl er Schweizer war. Der internationale
Durchbruch gelang ihm mit seinem Werk
Pacific 231, dem musikalischen Porträt
einer Dampflokomotive.
Pastorale d'Été
Das Werk ist atmosphärisch, ruhig und
zurückhaltend. Das zu Beginn formbildende,
schwebende Thema wird mit anderen
motivischen Ideen verdichtet, bis nach dem
lebendigeren Mittelteil wieder das Hauptthema in seiner Grundgestalt folgt. Das
Thema wird immer wieder von Vogelstimmen
- Flöte und Klarinette - begleitet, bis die
Musik schliesslich sanft abschliesst.
Astor Piazolla (1921 - 1992)
Der argentinische Komponist und
Bandoneon-Spieler Astor Piazzolla gilt
als einer der einflussreichsten Musiker
des 20. Jahrhunderts. Er begeisterte sich
für Jazz und die Musik Johann Sebastian
Bachs. Sein Musikstudium absolvierte er
in Buenos Aires und später in Paris,
wo er von der renommierten Komponistin
Nadia Boulanger unterrichtet wurde.
Astor Piazzolla gilt als Begründer des
Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung
des traditionellen Tango Argentino.
Oblivion
Oblivion ist ein langsamer Tango,
dessen Melodie sich aus einem
langsamen Milonga, dem Vorfahren des Tangos, herausbildet.
Dieses Stück wurde für den Film
Heinrich IV. des italienischen
Regisseurs Marco Bellocchio
verwendet.
Richard Galliano (* 1950)
Richard Galliano ist ein renommierter
französischer Akkordeonist, Komponist und
Bandleader der einen einzigartigen Stil
entwickelte, indem er Elemente des Jazz,
der Klassik und des Tangos miteinander verband. Er hat das Akkordeon als Soloinstrument in der Jazzmusik etabliert und zu einer
Ikone des Genres gemacht. Seine virtuose
Spieltechnik und seine Fähigkeiten, Emotionen durch sein Akkordeon auszudrücken,
machten ihn zu einem gefeierten Musiker.
Tango pour Claude
Dieses Stück ist eines der «Klassiker» von
Richard Galliano und ist in seinem ganzen
Temperament dem Tango Nuevo und
Piazzollas Musik verpflichtet. In diesem
Stück zollt Galliano seinem Mentor, dem
legendären Astor Piazzolla eine ganz
persönliche Referenz in Form einer kurzen
Melodiephrase in einer Geigenstimme.