AKKORDE¡ON

Karl Jenkins: aus: Palladio
Igor Shamo: aus dem Konzert für Akkordeon und Streichorchester
Arthur Honegger: Pastorale d'Été
Astor Piazolla: Oblivion
Richard Galliano: Tango pour Claude

Sonntag, 17. März 2024 • 17.00 Uhr
Stadtkirche • Bremgarten

Eintritt Fr. 30.–
Auszubildende/Studierende Fr. 10.–
Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren freier Eintritt

 
 
 

Die Werke

Karl Jenkins (* 1944)

Sir Karl William Pamp Jenkins, ein walisi- scher Keyboarder, Oboist, Saxophonist und Komponist, wurde zunächst durch seine Mitgliedschaft in den Gruppen «Soft Machine» und « Adiemus» bekannt. Mit «Adiemus» war Karl Jenkins sowohl im Klassik- wie auch im Pop-Bereich sehr erfolgreich. Er zählt weltweit zu den produktivsten und meist aufgeführten Komponisten im Bereich Klassik- Crossover. In den 1980/1990er Jahren verfasste er überwiegend Werbemusik, wie die berühmte Streichersuite Palladio.

aus: Palladio

Allegretto • Largo

Jenkins schrieb zu seinem Werk, dass es vom bedeutendsten Architekten der Renaissance, Andrea Palladio, inspiriert sei. Musik aus dem Allegretto verwendete Jenkins für einen Fernsehwerbespot von De Beers für Diamanten.

Igor Shamo (1925 - 1982)

Igor Shamo war einer der populärsten modernen ukrainischen Komponisten. Er studierte Komposition am Kiewer Konservatorium bei Borys Ljatoschynskyj. J.S. Bach, Schumann, Mussorgsky und Rachmaninow beeinflussten Shamos musikalische Entwicklung. Seine Werke erfreuen sich grosser Beliebtheit in Konzerten, in der Musikpädagogik, sowie in Radio- und TV-Programmen.

aus dem Konzert für Akkordeon und Streichorchester

Aria • Fuga

Die Aria führt uns mit ihrem strophenartigen Aufbau und einer schwärmerischen Kantilene, ihrer starken Ausdruckskraft und Energie nahe an die Klangwelt der Musik Piazzollas heran.
Die Fuge zeigt mit ihrer scharfen Kontrapunktik und ihren teils chromatischen Elementen eine Verbindung der barocken Stilidee mit der Moderne. Die strenge motivische Verarbeitung liegt dabei ganz beim Soloinstrument.

Arthur Honegger (1892 - 1955)

Der Schweizer Komponist Arthur Honegger war Teil einer Gruppe von Komponisten, der «Les Six», die für ihre avantgardistische Musik bekannt waren. Arthur Honegger gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Musik des 20. Jahrhunderts – obwohl er Schweizer war. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Werk Pacific 231, dem musikalischen Porträt einer Dampflokomotive.

Pastorale d'Été

Das Werk ist atmosphärisch, ruhig und zurückhaltend. Das zu Beginn formbildende, schwebende Thema wird mit anderen motivischen Ideen verdichtet, bis nach dem lebendigeren Mittelteil wieder das Hauptthema in seiner Grundgestalt folgt. Das Thema wird immer wieder von Vogelstimmen - Flöte und Klarinette - begleitet, bis die Musik schliesslich sanft abschliesst.

Astor Piazolla (1921 - 1992)

Der argentinische Komponist und Bandoneon-Spieler Astor Piazzolla gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Er begeisterte sich für Jazz und die Musik Johann Sebastian Bachs. Sein Musikstudium absolvierte er in Buenos Aires und später in Paris, wo er von der renommierten Komponistin Nadia Boulanger unterrichtet wurde. Astor Piazzolla gilt als Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino.

Oblivion

Oblivion ist ein langsamer Tango, dessen Melodie sich aus einem langsamen Milonga, dem Vorfahren des Tangos, herausbildet. Dieses Stück wurde für den Film Heinrich IV. des italienischen Regisseurs Marco Bellocchio verwendet.

Richard Galliano (* 1950)

Richard Galliano ist ein renommierter französischer Akkordeonist, Komponist und Bandleader der einen einzigartigen Stil entwickelte, indem er Elemente des Jazz, der Klassik und des Tangos miteinander verband. Er hat das Akkordeon als Soloinstrument in der Jazzmusik etabliert und zu einer Ikone des Genres gemacht. Seine virtuose Spieltechnik und seine Fähigkeiten, Emotionen durch sein Akkordeon auszudrücken, machten ihn zu einem gefeierten Musiker.

Tango pour Claude

Dieses Stück ist eines der «Klassiker» von Richard Galliano und ist in seinem ganzen Temperament dem Tango Nuevo und Piazzollas Musik verpflichtet. In diesem Stück zollt Galliano seinem Mentor, dem legendären Astor Piazzolla eine ganz persönliche Referenz in Form einer kurzen Melodiephrase in einer Geigenstimme.

 
 
 
 

Ina Callejas

Ina Callejas (geb. Hofmann) ist eine international agierende Akkordeonistin. Sie präsentiert ihr Instrument auf Festivals, wie dem Lucerne- und dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Warschauer Herbst, dem Davos Festival "Young Artists in Concert", Donaueschingen Off und den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik sowie in Projekten mit Ensembles für Neue Musik, wie Ensemble Contrechamps und Ensemble Interface. Konzertreisen führten sie in zahlreiche europäische Länder sowie nach Russland, Israel/Palästina und die USA. Seit 2010 spielt Ina Callejas regelmäßig am Opernhaus Zürich; bei weiteren Engagements konzertierte sie u. a. mit dem hr-Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Berner Symphonieorchester, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Sinfonietta Schaffhausen und am Bolshoi Theater Moskau. Zusammen mit der Schweizer Cellistin Daniela Roos gründete sie das "Duo Escarlata", welches zu Pro Argovia Artists 2012/2013 ernannt wurde und bereits zwei CDs veröffentlichte. Neben ihrer Vorliebe, dem Musizieren mit Sängern, ist sie zudem gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen Callejas (Saxophon) als "Duo Croquembouche" unterwegs. Ina Callejas ist 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins "HighNoon - Freunde Neuer Musik e.V." mit Sitz in Konstanz. Ihren Master of Arts schloss sie bei Prof. Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern mit Auszeichnung ab, zuvor hatte sie bereits in Trossingen bei Prof. Hugo Noth und Prof. Hans Maier sowie in San Sebastián bei Prof. Iñaki Alberdi studiert. Wichtige Impulse erhielt sie außerdem bei Persönlichkeiten wie Stefan Hussong, Janne Rättyä und Geir Draugsvoll. Ina Callejas erhielt Stipendien der Jürgen Ponto-Stiftung, der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
 
 
 
 

Renato Botti

Der in Berikon AG aufgewachsene Musiker war ursprünglich Primar- und Realschullehrer und als Kirchenmusiker tätig. Es folgten die Masterstudiengänge in Kirchenmusik A und Schulmusik II an der Musikhochschule Luzern, sowie weitere Studien und Meisterkurse in Orchesterleitung und Sologesang an der Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich. Renato Botti war langjähriger Dozent für Fachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Liestal BL und in Aarau. Heute unterrichtet Renato Botti an der Kantonsschule Wettingen und ist als Fachvorstand in Gremien zur Schul- und Lehrplanentwicklung tätig. Die langjährige Leitung des Kammerchors Baden ist hervorzuheben sowie sein künstlerischen Schaffen an verschiedensten Operetten- und Musicalbühnen: Musical-Seebühne Brunnen, 2009 – 2013 musikalische Gesamtleitung am Theater in Arth. An der Fricktalerbühne in Rheinfelden trugen die Operetten- und Musicalproduktionen während mehr als zehn Jahren bis 2017 seine Handschrift. Seit 2018 ist er musikalischer Hauptleiter an der Operettenbühne Möriken-Wildegg. 2019 wurde Renato Botti zum neuen Dirigenten des Orchesters Bremgarten gewählt.