VIRTUOS

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Hebriden-Ouvertüre, op. 26
Jean Sibelius: Impromptu für Streichorchester nach Op. 5
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll, op. 64

Sonntag, 16. März 2025 • 17.00 Uhr
Stadtkirche • Bremgarten

Eintritt Fr. 30.-
Auszubildende/Studierende Fr. 10.-
Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren gratis

 
 
 

Die Werke

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 - 1847)

Felix Mendelssohn, geboren in Hamburg, gehört zu den bedeutendsten Komponisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er war als Komponist, Dirigent und Pianist ein Popstar seiner Zeit. Richard Wagner lobte Felix Mendelssohn als «erstklassigen Landschaftsmaler». Bis heute zählt er zu den Grossen. Eine ausgedehnte Europareise führte Mendelssohn nach England, Schottland und zur Inselgruppe der Hebriden, die ihn zur gleichnamigen Ouvertüre inspirierte.

Hebriden-Ouvertüre, op. 26

Die Ouvertüre, bekannt für ihre lyrischen Melodien, bringt die Atmosphäre rund um Wasser, Meereswellen, Wind und die Kraft der Natur zum Erklingen. Nebst der kargen, unberührten Natur im Norden haben Felix Mendelssohn die Schroffheit, die majestätischen Klippen und die Naturgewalt der Fingalshöhle inspiriert, sowie das Erlebnis der Überfahrt auf stürmischer See, denn er kämpfte mit einer üblen Seekrankheit. Das Werk steht überwiegend in h-Moll. Das Hauptthema, das den Wellengang darstellt, wird von Bratsche, Cello und Fagott vorgetragen und im Laufe der Ouvertüre variiert. Unterstützt wird es von der an Donnergrollen erinnernden Pauke.

Jean Sibelius (1862 - 1918)

Als einer der bedeutendsten Komponisten der finnischen Musikgeschichte gilt Jean Sibelius. Nach dem Studium entwickelte er seinen eigenen Stil, der stark von der finnischen Folklore und der Natur inspiriert wurde. Seine Musik zeichnet sich durch kraftvolle Melodien, innovative Harmonien und eine tiefgründige emotionale Ausdruckskraft aus. Jean Sibelius wurde zu einer zentralen Figur in der nationalen Identität Finnlands.

Impromptu für Streichorchester nach Op. 5

Der finnische Komponist bediente sich bei der Entstehung dieses kurzen Werks für Streichorchester aus dem melodischen Material seines früher entstandenen Melodrams «Nächte der Eifersucht» für Klaviertrio, Sopran und Sprecher. Das Stück zeichnet sich durch lyrische Melodik und emotionale Tiefe aus. Romantische Elemente werden mit charakteristischer nordischer Klangfarbe kombiniert, die Sibelius’ Stil prägen.

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 - 1847)

1845, dem Jahr der Uraufführung des Violinkonzerts op. 64 in e-Moll, stand Mendelssohn an einem ganz anderen Ort in seinem Leben, als zur Zeit der Uraufführung seiner Hebriden Ouvertüre. Als weit gereister und grosse Erfolge feiernder Dirigent war er 1842 zum preussischen Generalmusikdirektor in Berlin ernannt worden und in Leipzig hatte er 1843 das erste Konservatorium in Deutschland gegründet. Sein Violinkonzert wurde mit Spannung erwartet und setzte neue Massstäbe. Es ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein emotionales Erlebnis. Hervorzuheben ist der Umstand, dass die drei Sätze nahtlos ineinander übergehen. Die Dichte der Melodien, der Rhythmik und der Harmonik ist faszinierend und mitreissend; ebenso die Virtuosität, welche dem Solisten, aber auch dem Orchester abverlangt wird. Wie kaum in einem anderen Werk steht der Solist durchgängig und ohne auch nur eine Pause im Zentrum, ohne diese Rolle jemals abzugeben. Nie aufdringlich, aber auch nie hintergründig, verlangt die Geigenstimme eine grosse Präsenz. Arnold Schönberg über Mendelssohns Violinkonzert e-Moll «In der glücklichen Vereinigung von geadelter Virtuosität und poetischer Bedeutsamkeit des Inhalts ist es bisher nicht überboten worden.»

Konzert für Violine und Orchester e-Moll, op. 64

Allegro molto appassionato • Andante • Allegretto non troppo - Allegro molto vivace

Allegro molto appassionato: kraftvoll, leidenschaftlich, markante Orchestereinleitung, gefolgt von einem einprägsamen Violinthema Andante: lyrisch, träumerisch, sanfter Dialog zwischen Solist und Orchester Allegretto non troppo – Allegro molto: lebhaft, energiegeladen, mit rhythmischen Motiven – gekrönt mit dynamischem Abschluss

 
 
 
 

Andreas Lakner

Andreas Lakner begann im Alter von 4 Jahren mit dem Geigenspiel. Langjähriger Klavier- und Orgelunterricht bei Charlotte Stettler und Stefan Müller, sowie Gesangspraxis von klein auf und Gesangsunterricht bei Markus J. Frey weisen auf rege Musiktätigkeit hin. Während der Kantonsschulzeit in Wettingen erwarb er das Kirchenmusik C-Diplom mit Auszeichnung. Im Rahmen seiner Maturarbeit entstand der Kunstliederzyklus «Wanderlieder», welcher mit Auszeichnung bewertet wurde. Als Geiger sammelte Andreas Lakner Erfahrungen bei diversen Sinfonieorchestern, u.a. der QUARTA 4 Länder Jugendphilharmonie, als Stimmführer beim Jugendsinfonieorchester Aargau und als Konzertmeister des Siggenthaler Jugendsinfonieorchesters. Andreas Lakner bestritt zahlreiche Wettbewerbe und gewann am Aargauer Musikwettbewerb 2021 den 1. Preis, sowie am Schweizerische Musikwettbewerb 2022 den 1. Preis Entrada. Zahlreiche Meisterkurse bereichern seine musikalische Entwicklung. Während langjährigem Violinunterricht bei Stefan Tarara führte er als Solist im Jahr 2023 das erste Violinkonzert von Max Bruch mit dem Siggenthaler Jugendsinfonieorchester auf. Momentan studiert Andreas Lakner klassische Violine bei Prof. Isabelle van Keulen an der Hochschule Luzern – Musik und schliesst sein Bachelorstudium voraussichtlich nächstes Jahr ab.
 
 
 
 

Renato Botti

Der in Berikon AG aufgewachsene Musiker war ursprünglich Primar- und Realschullehrer und als Kirchenmusiker tätig. Es folgten die Masterstudiengänge in Kirchenmusik A und Schulmusik II an der Musikhochschule Luzern, sowie weitere Studien und Meisterkurse in Orchesterleitung und Sologesang an der Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich. Renato Botti war langjähriger Dozent für Fachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Liestal BL und in Aarau. Heute unterrichtet Renato Botti an der Kantonsschule Wettingen und ist als Fachvorstand in Gremien zur Schul- und Lehrplanentwicklung tätig. Die langjährige Leitung des Kammerchors Baden ist hervorzuheben sowie sein künstlerischen Schaffen an verschiedensten Operetten- und Musicalbühnen: Musical-Seebühne Brunnen, 2009 – 2013 musikalische Gesamtleitung am Theater in Arth. An der Fricktalerbühne in Rheinfelden trugen die Operetten- und Musicalproduktionen während mehr als zehn Jahren bis 2017 seine Handschrift. Seit 2018 ist er musikalischer Hauptleiter an der Operettenbühne Möriken-Wildegg. 2019 wurde Renato Botti zum neuen Dirigenten des Orchesters Bremgarten gewählt.