SAITENTÄNZE

Gabriel Fauré: Masques et Bergamasques
Claude Debussy: Danses
Maurice Ravel: Pavane pour une infante défunte
Claude Debussy: Petite Suite

Sonntag, 10. Nov 2024 • 17.00 Uhr
Stadtkirche • Bremgarten

Eintritt Fr. 30.–
Auszubildende/Studierende Fr. 10.–
Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren freier Eintritt

 
 
 

Die Werke

Gabriel Fauré (1845 - 1924)

Gabriel Fauré, Komponist, Pianist und Musikpädagoge, wurde während seines eigenen Studiums stark geprägt von Camille Saint­Saëns. Gabriel Faurés Kompositionen beeinflussten die Entwicklung der Musik in Frankreich sehr und inspirierten viele nachfolgende Komponisten.

Masques et Bergamasques

Ouverture • Menuet • Gavotte • Pastorale

Gabriel Fauré spielt mit der Sehnsucht nach der Idylle des Landlebens und einer längst vergangenen Zeit. Diese Orchestersuite wurde nach Bühnenmusik arrangiert, die er 1919 für Albert I., Fürst von Monaco, komponiert hatte. Bis heute ist diese Suite eines der berühmtesten Werke des Musikers.

Claude Debussy (1862 - 1918)

Claude Debussy gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des Impressionismus. Seine frühen Werke waren stark von der Romantik beeinflusst. Im Laufe der Zeit entwickelte er einen eigenen, einzigartigen Stil. Claude Debussy war ein Pionier in der Verwendung von Klangfarben und er experimentierte mit verschiedenen musikalischen Formen.

Danses

Danse sacrée • Danse profane

Die beiden Tänze werden, obwohl sie extra für chromatische Harfe geschrieben wurden, auf den heute üblichen, modernen Doppelpedalharfen aufgeführt. «Danse sacrée», der geistliche Tanz, beginnt mit einer für Debussy typischen einstimmigen Melodielinie der Streicher, «doux et expressiv». Durch den langsamen 3/2­Takt erinnert er eher an einen altertümlichen Schreittanz. Direkt, also ohne Pause, geht der erste Tanz in den «Danse profane» über. Letzterer steht im 3/4­Takt und besitzt einen sehr tänzerischen Charakter.

Maurice Ravel (1875 - 1937)

Der talentierte Pianist Maurice Ravel studierte am Pariser Konservatorium bei Gabriel Fauré Komposition und Klavier. Maurice Ravel hatte einen ausgeprägten Sinn für Klangfarben was sich einerseits in seinen Kompositionen zeigt, andererseits aber auch in der Tatsache, dass er oft für andere Komponisten als Arrangeur ihrer Werke arbeitete und diese mit grossem Geschick subtil orchestrierte. Er war zeitlebens von verschiedenen musikalischen Strömungen beeinflusst, darunter dem Jazz, was sich in einigen seiner späteren Werke widerspiegelt.

Pavane pour une infante défunte

Maurice Ravel beschrieb das Stück: «Es ist keine Trauerklage für ein totes Kind, sondern eine Vorstellung von einem feierlich­langsamen Schreittanz, der vielleicht von einer kleinen Prinzessin in einem Gemälde von Velázquez getanzt wurde».

Claude Debussy (1862 - 1918)


Petite Suite

En bateau - Andantino • Cortège - Moderato • Menuet - Moderato • Ballet - Allegro giusto


Petite Suite L. 65, orchestrée par Henri Büsser. Die «Petite Suite» ist ein charmantes Werk, das Claude Debussys einzigartigen, impressionistischen Stil widerspiegelt. Diese Suite wurde ursprünglich für Klavier zu vier Händen komponiert und später für Orchester orchestriert. Claude Debussy gelingt es in diesem Werk tiefgehende, emotionale Wirkungen, Stimmungen und Bilder auszulösen.

En Bateau: Sanft, fliessend – auf dem Wasser wiegend
Cortège: Lebhaft, festlich­federnder Marsch
Menuet: Elegant, anmutig – impressionistische Klänge
Ballet: Dynamisch, rhythmisch – Walzercharakter, unterbrochen von Zweivierteltakten

 
 
 
 
Photographie: Nils Mehr

Jana Bürger

Jana Bürger (*2003) hat im Alter von 7 Jahren mit dem Harfenspiel begonnen. Im Sommer 2023 hat sie ihre Matura an der Kantonsschule Wohlen abgeschlossen und studiert nun an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) bei Prof. Sarah O’ Brian Harfe. Jana war drei Jahre Teilnehmerin im Spitzenförderungsprogramm des Kanton Aargaus. Sie ist Mitglied im Jugendsinfonieorchester Aargau und spielt in verschiedenen Kammermusikformationen. Seit mehreren Jahren komponiert sie auch eigene Werke. Jana Bürger steht, nach ersten namhaften Auftritten an internationalen Projekten, an einem vielversprechenden Startpunkt ihrer Karriere.
 
 
 
 

Renato Botti

Der in Berikon AG aufgewachsene Musiker war ursprünglich Primar- und Realschullehrer und als Kirchenmusiker tätig. Es folgten die Masterstudiengänge in Kirchenmusik A und Schulmusik II an der Musikhochschule Luzern, sowie weitere Studien und Meisterkurse in Orchesterleitung und Sologesang an der Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich. Renato Botti war langjähriger Dozent für Fachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Liestal BL und in Aarau. Heute unterrichtet Renato Botti an der Kantonsschule Wettingen und ist als Fachvorstand in Gremien zur Schul- und Lehrplanentwicklung tätig. Die langjährige Leitung des Kammerchors Baden ist hervorzuheben sowie sein künstlerischen Schaffen an verschiedensten Operetten- und Musicalbühnen: Musical-Seebühne Brunnen, 2009 – 2013 musikalische Gesamtleitung am Theater in Arth. An der Fricktalerbühne in Rheinfelden trugen die Operetten- und Musicalproduktionen während mehr als zehn Jahren bis 2017 seine Handschrift. Seit 2018 ist er musikalischer Hauptleiter an der Operettenbühne Möriken-Wildegg. 2019 wurde Renato Botti zum neuen Dirigenten des Orchesters Bremgarten gewählt.